Vor der Partie hatten beide Seiten eine lateinamerikanische Version der «Schande von Gijón», als es 1982 bei Deutschland gegen Österreich einen «Nichtangriffspakt» gegeben hatte, ausdrücklich ausgeschlossen. Und sie hielten Wort: Die Mexikaner, bei denen Altstar Cuauhtémoc Blanco für den verletzten Carlos Vela und Andrés Guardado für Efrain Juarez (gesperrt) ins Team kamen, wollten ebenso unbedingt den Gruppensieg wie die der Gegner, dem dazu schon ein Punkt gereicht hätte.
Und bei strahlendem Sonnenschein legten beide Teams auch gleich ordentlich los. Goalgetter Suárez tauchte frei vor Torwart Oscar Pérez auf, verzog aber aus spitzem Winkel (6.). Auch danach hatte der WM-Champion von 1930 und 1950 in dem intensiv geführten Match mehr vom Spiel - und durch den für Diego Godin in die Abwehr gekommenen Mauricio Victorino (18.) und Alvaro Péreira (21.) auch gute Chancen.
Die beste Einschussmöglichkeit bot sich im Gegenzug allerdings Guardado (22.), dessen strammer 30-Meter-Schuss an die Unterkante der Latte klatschte. Fortan hatten die Mexikaner mehr Spielanteile, die «Celestes» (Himmelblauen) setzten verstärkt auf Konter und blieben damit stets gefährlich. So auch kurz vor der Pause, als Suárez bei Edison Cavanis Maßflanke goldrichtig stand und zur Führung einköpfte.
Nach dem Wiederanpfiff reagierte Trainer Javier Aguirre auf den Rückstand. Er verstärkte mit der Hereinnahme von Angreifer Pablo Barrera und kurz darauf von zwei weiteren frischen Kräften die Offensive. Zunächst hätte es aber beinahe 0:2 gestanden, doch Keeper Pérez parierte bei Diego Luganos Kopfball (54.) glänzend.
Danach drängte aber die «Tri» mit Macht auf den Ausgleich, jedoch war bei den oft überhastet vorgetragenen Aktionen meist am Strafraum der Uruguayer Endstation. Dennoch hätte Francisco Rodriguez (64.) bei einer «Hundertprozentigen» den Ausgleich für seine Elf markieren müssen, doch der weit aufgerückte Abwehrspieler köpfte freistehend am Gehäuse vorbei. Alle weiteren Versuche der Mexikaner wurden eine sichere Beute von Uruguays Schlussmann Fernando Muslera, der seinen Kasten bei dieser WM-Endrunde damit weiter sauber halten konnte.
Highlights und Tore










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