In der 82. Minute trat Mesut Özil einen Eckball, den die Uruguayer nicht aus dem Strafraum herauszuspielen vermochten. Sami Khedira köpfelte aus nächster Tornähe zum Siegtreffer ein. Uruguay, das in der 51. Minute durch Diego Forlans fünften WM-Treffer erstmals in Führung gegangen war (2:1), beendete trotz der Niederlage das erfolgreichste WM-Turnier seit 1970. Auch damals scheiterten die Südamerikaner im Spiel um Platz 3 an Deutschland. Forlan hätte sogar fast noch für eine Verlängerung gesorgt. Sein Freistoss aus rund 18 Metern in der 93. Minute knallte noch an die Latte.
Den besseren Start hatten die Deutschen erwischt. Bereits in der 4. Minute wurde ein Tor von Müller wegen eines Offsides aberkannt. Nur sechs Minuten später traf Arne Friedrich per Kopf nur die Latte. In der 19. Minute kam dann Thomas Müller doch noch zu seinem fünften WM-Tor: Der Bayer staubte einen Weitschuss von Bastian Schweinsteiger ab, den Goalie Fernando Muslera nicht hatte festhalten können.
Interims-Captain Schweinsteiger war allerdings auch beim 1:1-Ausgleich beteiligt. Er liess sich im Mittelfeld den Ball von Diego Perez weggrätschen, die Uruguayer lancierten via Luis Suarez einen schnellen Angriff und Edinson Cavani liess in der 28. Minute Goalie Jörg Butt keine Chance. Uruguays Jubel nach der 2:1-Führung von Forlan (51.) dauerte nur fünf Minuten: Marcell Jansen konnte in der 56. Minute mit dem schnellen Ausgleich reagieren.
Joachim Löw änderte seine Startformation auf fünf Positionen, während Uruguays Trainer Oscar Tabarez seine Bestbesetzung auf den Rasen schickte. Lukas Podolski und Philipp Lahm standen wegen einer Grippe ebensowenig zur Verfügung wie Miroslav Klose, der wegen Rückenproblemen passen musste. Die Verletzten wurden durch Dennis, Aogo, Cacau und Marcell Jansen ersetzt. Ausserdem kam Butt (36) zu seinem ersten WM-Einsatz in Südafrika und zu seinem ersten Länderspiel seit Juni 2003.
Highlights und Tore zur Partie Uruguay gegen Deutschland findet ihr Hier
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