News Update :

Ante Sapina erneut vor Gericht

Mittwoch, März 23, 2011

Am Montag hat vor dem Bochumer Landgericht der zweite Prozess zum Fußball-Wettskandal begonnen. Im Mittelpunkt steht Ante Sapina, ein alter Bekannter: Er war bereits Strippenzieher im Hoyzer-Skandal von 2005. Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.

Ante Sapina ist ein verurteilter Wettbetrüger. Vor rund fünf Jahren wurde er im Skandal um den ehemaligen DFB-Schiedsrichter Robert Hoyzer schon einmal wegen Manipulationen von Sportwetten zu zwei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. Jetzt steht er erneut vor Gericht. Neben fünf weiteren Angeklagten muss er sich im Bochumer Wettskandal verantworten. Es geht um 47 manipulierte Spiele und Millionenbeträge.

Den sechs Angeklagten um Sapina wird bandenmäßiger Betrug in zahlreichen Fällen zur Last gelegt. Sie sollen 47 Spiele manipuliert und auf den Ausgang der Begegnungen online Wetten platziert haben und so rund vier Millionen Euro reinen Wettgewinn eingefahren haben. Dazu sollen sie von Spielern über Trainer bis hin zu Schiedsrichtern zahlreiche Beteiligte bestochen haben, um den gewünschten Ausgang der Partien zu sichern.

Nicht nur unbedeutende Begegnungen waren betroffen. Die Bundesliga findet sich zwar nicht in der Anklageschrift, wohl aber die 2. Bundesliga (Nürnberg gegen VfL Osnabrück), der DFB Pokal (VfB Speldorf gegen RW Oberhausen), die Champions League (VSC Debrecen gegen AC Florenz), Europa Liga (Debrecen gegen Bern) und ein WM-Qualifikationsspiel (Liechtenstein gegen Finnland). Weitere laut Anklage betroffene Spiele fanden in der Türkei, in Belgien, Kroatien und Österreich statt.

Alle sechs Angeklagten im Alter von 29 bis 47 nahmen am Montag erstmals auf der Strafbank Platz. Es ist bereits der zweite Prozess, der in Bochum zum Fußball-Wettskandal läuft. "Das ist die Champions League der Wettmanipulation", sagt Staatsanwalt Andreas Bachmann ob des systematisch ausgeführten Betrugs, der von Sapina und seinen Komplizen bereits ausgeheckt wurde, als der noch seine Strafe wegen der Hoyzer-Manipulationen absaß. Als Geschädigte nennt die Staatsanwaltschaft alle Wettanbieter, da diese einen Quotenschaden davontragen.

Der Bochumer Staatsanwalt Matthias Rhode geht nun seit Montag vor dem Bochumer Landgericht der Frage nach, wer mit den Angeklagten zusammengearbeitet hat. Der Prozess vor der 12. Strafkammer des Bochumer Landgerichts wird am 24. März fortgesetzt. Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.
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2 Kommentare:

VfB olê hat gesagt…

Als Geschädigte nennt die Staatsanwaltschaft alle Wettanbieter, die Geschädigten sind die Familien der Angeklagten, unglaublich, die ganzen Drecksbuchmacher verdienen so schon genug und eine Garantie für manipulierte Spiele gibt es nicht, da gab es schon so oft Momente wo ich mir dachte "das kann doch nicht sein"... auch wenns nicht rauskommt sind diese "Angeklagten" auf jedenfall nur irgendwelche Untermänner und das Ergebnissgeschiebe geht weiter

Anonym hat gesagt…

Die Geschädigten sind alle Leute die wegen diesen Betrügern ihre Wetten verloren haben!

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