Für den FSV Frankfurt ist die Spielzeit mit dem Abschluss auf Platz 13 eher unbefriedigend verlaufen. Für die kommende Saison will man deshalb den Kader gezielt verstärken. Mit Karim Benyamina von Union Berlin können die Hessen nun schon den vierten Neuzugang vermelden. Der Torjäger erhält einen Vertrag bis 2013, das meldete der Club am Freitag.
Karim Benyamina soll beim Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt fortan für die Tore sorgen. Nach sechs Jahren endete der Vertrag des gebürtigen Dresdners beim Liga-Konkurrenten Union Berlin und wurde nicht verlängert. Die Hessen statten den Deutsch-Algerier nun mit einem Zweijahresvertrag aus. „Nach einer schönen Zeit in Diensten von Union Berlin freue ich mich nun sehr auf die Herausforderungen beim FSV“, freute sich der Berliner Publikumsliebling nach Bekanntgabe des Transfers.
Seit seinem Wechsel an die „Alte Försterei“ 2005 absolvierte der 29-Jährige in der Hauptstadt 213 Pflichtspiele und erzielte dabei 87 Tore für die „Eisernen“. Damit hatte der Berliner Rekordtorschütze einen nicht zu vernachlässigenden Anteil am Aufstieg der Union aus der Oberliga in die 2. Bundesliga. Dass er diese positive Entwicklung auch bei seinem neuen Verein fortsetzen will, betonte der Angreifer nach seiner Verpflichtung. Er werde alles dafür tun, „damit wir auch in den kommenden Jahren nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden und die positive Entwicklung des Klubs anhält“.
Kein Wunder, dass man sich am Main über den Neuzugang freut. „Benyamina hat in seiner Zeit bei Union Berlin bewiesen, welche Torjägerqualitäten in ihm stecken“, erklärte der Geschäftsführer Uwe Stöver Sport des FSV: „Er wird uns in den kommenden Jahren mit seiner Torgefahr weiterhelfen.“
Benyamina ist damit schon der vierte Neuzugang, der für die Saison 2011/12 in Frankfurt feststeht. Vor der jüngsten Neuverpflichtung sicherte sich der Verein von Trainer Hans-Jürgen Boysen bereits die Dienste von Nils Teixeira von Drittligist Kickers Offenbach, Daniel Gordon vom Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen und die des Südkoreaners Ju Tae Yun von Yonsei University Seoul.
In der Hauptstadt wird man Publikumsliebling Benyamina hingegen nicht einfach ersetzen. Der Angreifer hält den Torrekord seit Gründung des Vereins 1966. Ihm zu Ehren soll deshalb sein Trikot mit der Nummer 22 nicht mehr vergeben werden, solange nicht ein anderer seine Torausbeute von 87 Treffern in 213 Einsätzen übertrifft. Wetten, dass das so bald nicht passieren wird? Das sieht auch Union-Präsident Dirk Zingler so: „Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es so bald keinen Spieler mehr geben wird, der so viele Tore für unsere erste Mannschaft schießt.“
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