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Braucht man ein großes Transferbudget um ganz oben mitzumischen?

Montag, August 08, 2011

Bedeutet kein Geld, sowie keine Neuverpflichtungen, dass man keine Hoffnungen auf ein gutes Saisonabschneiden haben darf? In der Premier League zB., ist es heutzutage schon beinahe normal einen Scheich oder sonst einen milliardenschweren Investor als Klubeigner zu haben. Als perfektes Beispiel dafür, dass es auch anders geht, ist der Stadtrivale des FC Liverpool (welcher selber in den letzten Monaten mehr als 100 Mio für neue Spieler ausgab) FC Everton zu nennen.

Die Toffes, wie sie umgangssprachlich genannt werden, haben die letzte Saison auf dem 7 Tabellenrang abgeschlossen. Mit neun englischen Meisterschaften, fünf FA-Cup-Siegen und einem Erfolg im Europapokal der Pokalsieger gilt der Klub in Bezug auf die Anzahl der bedeutenden nationalen und internationalen Titel als sechsterfolgreichster englischer Fußballverein.

Wie schon vorher halbwegs erwähnt, ist der Unterschied zwischen dem FC Liverpool und dem FC Everton das Transferbudget, alleine zu dieser Saison haben die Reds aus Liverpool für 49 Millionen €uro den Transfermarkt aufgemischt. Die Blues hingegen haben viel weniger für Neuzugänge ausgegeben, nämlich Sage und Schreibe 0 €uro und wird deshalb als das unschöne Stiefkind aus Liverpool in der englischen Presse betitelt.

Ist es heutzutage unmöglich ohne volle Kassen oben mitzumischen? Muss man zich Millionen Ausgeben um international vertreten zu sein? Was ist mit Borussia Dortmund? Der deutsche Meister hat in der Saison 10/11 und 11/12 mit seinen Investitionen nicht einmal ein Minus von einer Millionen verzeichnen können und hat trotzdem den Titel geholt und auch mit dem 3:1 letzten Freitag gegen den HSV seine starke Leistung weiterhin zur Schau gestellt. Eins ist klar, der BVB ist nicht von gestern und investiert gar nicht, sondern ausschließlich auf günstige und junge Spieler die allesamt viel Potential haben, bilden sie aus und versuchen sie zu halten. Dies ist meist schwer aber nicht unmöglich, wie die schwarz-gelben eben beweisen. (Söldner Sahin gehört nicht dazu)

So und nicht anders macht es der FC Everton. Doch die Toffes sind kein unbeflecktes Team, 2004 verkaufte man einen Spieler, der aus der eigenen Jugend kam, für satte 37.000.000 € an den FC Manchester United. Dieser Spieler war kein geringener als Superstar Wayne Rooney!

Wie schon vorher erwähnt haben die Toffes diese Saison noch kein Geld für neue Spieler ausgegeben bzw. auch keine neuen geholt. Denn Joseph Yobo kommt nach seiner Leihe zu Fenerbahce zurück und der erst 17-jährige Neuling Ross Barkley kommt aus der Reserve ins A-Team.

Jedoch war man nicht tatenlos und hat viele Verträge der Spieler verlängert. Vor allem die Verlängerung des Topstürmer Marouane Fellaini (zur Zeit leider verletzt), nach Transfermarkt.de 19 Millionen Euro wert, war ein Meilenstein dafür und die Topspieler Leighton Baines (17.000.000 €), Mikel Arteta (15.000.000 €), Jack Rodwell (13.000.000 €), Phil Jagielka (12.000.000 €) sind allesamt bis 2015 an Everton gebunden.

Natürlich ist es für einen Verein, mit weniger finanziellen Mitteln kaum möglich die Wunschmannschaft zu halten und so mussten die Toffes im Januar Steven Pienaar, der zufälligerweise von Borussia Dortmund zum FC Everton kam, für 3,6 mio an den Nordlondoner Verein Tottenham Hotspurs verkaufen, sein Vertrag wäre diesen Sommer sowieso ausgelaufen und da war ein sofortiger Wechsel, eine Tranferperiode zuvor, genau die richtige Entscheidung gewesen um die Kassen aufzustocken. Jedoch wird diese Saison so ein Transfer nicht mehr möglich sein, da die Verantwortlichen mit den Vertragsverlängerungen alles genau richtig gemacht haben.

Das Problem das Vereine wie der FC Everton eben haben ist der, dass wenn die anderen Vereine wissen das Geld gebraucht wird, versucht wird Spieler unter Marktwert abzunehmen. So auch als Beispiel Phil Jagielka, Innenverteidiger des FC Everton, dessen Marktwert laut Transfemarkt.de bei 12.000.000 € liegt. Der FC Arsenal war an ihm interessiert und Everton war auch nicht abgeneigt ihn gehen zu lassen, jedoch war das Angebot für Everton so lächerlich gewesen das ein Transfer nicht zustande kam.

Die Toffes sind nie abgeneigt Spieler gehen zu lassen, jedoch soll fair gezahlt werden, so wie 2009 bei Joleon Lescott, Manchester City war bereit 27.5 Mio € zu zahlen und damit war ein Wechsel sichere Sache. Everton-Trainer Moyes und Co gelten in England als Transferkünstler, Lescott ist heute nach TM.de nur noch die Hälfte Wert, gilt aber nicht als Fehleinkauf, denn auch gestern beim Community Shield-Finale, das Parallel zum Bundesligaspiel Mainz - Leverkusen (2:0) lief, konnte er ein Tor für die Citizens erziehlen, die Partie ging jedoch trotzdem mit 2:3, nach 2:0 Führung zur Halbzeit, gegen Man'U verloren. (Ach ja Edin Dzeko machte das 2:0 für City)

Everton hat mit Phil Neville den besten Kapitän in der Liga und mit Louis Saha einen Topmann im Sturm, der sich jedoch wieder finden muss. Ausserdem haben sie ebenfalls Topleute im Reserveteam, sowie in der Jugend, sollte wärend der Saison mal Not am Mann sein werden die Toffes kaum größere Probleme haben.

Ein realistisches Ziel ist meiner Meinung nach die Top 6. Die Saison beginnt für Everton am kommenden Samstag, zu Gast wird der FC Aston Villa sein. Ich wünsche den Blues aus Liverpool viel Erfolg für das Auftaktspiel und die gesamte Saison.

Was denkt ihr dazu und braucht man ein großes Transferbudget um ganz oben mitzumischen? Was denkt ihr über Vereine die sich auf ihr Budget verlassen oder seit ihr selber Fan davon? Wohin führt uns das ganze? Natürlich wären wir ohne [€] nicht auf dem Stand auf dem wir heute sind, aber geht es auch mit weniger? Wann wird der Transfer-Rekord über 100.000.000€ gehen? Ist der Fussball deiner Meinung nach durch das ganze Geld schöner geworden? Wir als Fans können die Entwicklung des Fussballs und der reichen Vereine sowieso kaum beeinflussen, zusammen auslachen können wir sie jedoch immer!
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8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da ist was dran, ich denke aber das es heutzutage nicht anders geht und da stehe ich nicht alleine da. Man sollte Vereine die sich auf ihr Geld verlassen nicht verurteilen, denn diese zeigen uns einfach auch Qualität, ob der Fussball schöner wäre wenn es nicht so wäre wage ich zu bezweifeln. Würde mich persönlich Fussbal interessieren wenn es auf dem Stand des Frauenfussballs sein würde? Die Frage: "Braucht man ein großes Transferbudget um ganz oben mitzumischen?" beantworte ich mit einem großes JA. Es geht zwar auch anders, aber auf langer Sicht stehen solche Vereine nicht lange oben, um auf Mainz zu verweisen.

Anonym hat gesagt…

Die Qualität steigt selbstverständlich, aber das auch nur in den größeren europäischen Ligen. Denn dort sammeln sich Vereine, die durch massive Investition starke Fussballer verpflichten und spielen lassen. In England, Spanien, Deutschland und Italien ist der Fussball wohl am attraktivsten, aber das nur, weil die Vereine das nötige Kleingeld besitzen um teure Transfers und Jugendarbeit zu finanzieren. Niemand sieht sich die erste kroatische Liga an, obwohl dort die Zahl der Transfers und besonders der Wert der Spieler deutlich geringer, trotzdem aber ein Wettbewerb möglich ist. Warum? Weil Messi, Ronaldo, Drogba, Ribery und co. nunmal nicht in Kroatien spielen und auch nicht spielen werden.
Also insgesamt ein Ja. Für uns wird der Fussball durch das Geld attraktiver.

Anonym hat gesagt…

Also ich kenne mich mit dem FC Everton und der Premier League nicht aus, finde es aber dennoch sehr bemerkenswert das sie wirklich keinen einzigen Tranfer tätigen. Das passt doch mal gar nicht zu England. Bin auch gespannt wie es für Everton laufen wird und werde die Spiele verfolgenen. Ich stimme aber auch meinen beiden Vorpostern voll und ganz zu und teile deren Meinung. Ohne Moos nix los. Leider hat das auch den Nachteil das Tickets, Fanartikel usw. imer teurer werden, ich habe mir seit 2006 kein Trikot mehr geholt da die mir zu teuer sind und ich nicht +70€ für ein Poliesterfetzen zahle und dann auch noch kostenlos für irgendeine Firma werbe, das geht gar nicht.

Anonym hat gesagt…

Fehler entdeckt! Die Saison hätte nich heute gegen Aston angefangen, sondern bei Tottenham, aber wegen den momentanen Ausschreitungen dort ist es abgesagt worden.

Buli hat gesagt…

Vielen Dank für die Kommentare

Anonym hat gesagt…

Bis ich gelesen "Außer Söldner Sahin" gelesen hab war der Artikel eigentlich gut. Danach hab ichs dann einfach sein lassen, weils wohl doch nur ein kleines BVB Kind war er den Artikel verfasst hat.

Farewell hat gesagt…

Eigentlich nicht, bin Anti-BVB und habe mich über den Wechsel Sahins gefreut. Doch einige Interviews und manches aus seinem Umfeld haben dazu beigetragen das ich eben die Meinung vertrete das Sahin ein reiner "Söldner" ist, sowie 99% aller Profis und das ist nicht schlecht, dass ist gut so und soll auch so bleiben, anders gehts nicht. Bisher war ja der Wechsel ein Fehler, aber man kann ja nicht sagen was noch kommen wird, ausserdem hat ihn ja auch das Verletzungspech erwischt. Ich finde es schade das jemand aufhört zu lesen nur weil ihm 3 Wörter die Umklammert sind nicht gefallen, naja was solls. Dennoch danke!

Anonym hat gesagt…

Durch das ganze geld wird es nicht besser, alleine sky und co versauen ein das wochenende :-(

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